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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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53773 Hennef
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1968


Der Siegkreis übernimmt zum 1. August 1968 die Trägerschaft der Berufsschule in Hennef. Aus der "Zweckverbands- berufsschule" wird die "Kreisberufsschule Hennef". 1969 kommt die Schule in Trägerschaft des neuen Rhein-Sieg- Kreises.

Vom Schuljahr 1969/70 an beginnt die Unterrichtsarbeit in der neu eingerichteten Fachoberschule für Bau- und Holztechnik, für Elektro- und Metalltechnik in der Vollzeit-, ab 1970/71 auch in der Teilzeitform. Die Fachoberschule löst die alte Berufsaufbauschule ab und sichert Schülern aus dem beruflichen Bildungsweg den Zugang zu den Fach- hochschulen, vormals Höhere Fachschulen. Auf Beschluss des Kreises werden alle Vollzeit-Bildungsgänge im Berufs- feld Ernährung und Hauswirtschaft in Hennef konzentriert, dazu zählen das Berufsgrundschuljahr, das Berufsvorbe- reitungsjahr sowie die zweijährige Berufsfachschule. Da die Schule zunehmend an Raummangel leidet, wird zum 1. August 1972 ein Schulpavillon errichtet, der den Unterricht in fünf Klassen ermöglicht. Gleichzeitig werden erste Planungen für den Neubau der Kreisberufsschule erstellt.

1974


Im August 1974 beginnt der Bau des neuen Schulgebäudes für die Kreisberufsschule und für das angrenzende städ- tische Gymnasium sowie der Bau der Sporthalle. Nach 15-monatiger Bauzeit wird rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 1975/76 das jetzige Gebäude in der Fritz-Jacobi-Straße bezogen. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 23.000.000 DM. Die Schule trägt nun den Namen: "Berufsbildende Schulen des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef". Hier werden fast 3.000 Schüler/ -innen von ca. 70 Lehrern unterrichtet.

Neues Schulgebäude in der Fritz-Jacobi-Straße

1976


Am 29. April 1976 findet die feierliche Übergabe des neuen Gebäudes durch Landrat Dr. Franz Möller und Ober- kreisdirektor Paul Kieras statt. Vor allem die zahlreichen Fach- und Laborräume, die Werkstätten und Lehrküchen bieten neue Möglichkeiten zur Verknüpfung von praktischem und theoretischem Lernen. Den technischen und natur- wissenschaftlichen Fächern stehen Labors für Schüler- und Lehrerexperimente zur Verfügung. Die unterrichtliche Arbeit zielt auf die Stärkung der Schüleraktivität, auf mehr Anschaulichkeit und Praxisnähe. Zum Schuljahr 1976/77 kommen neue Schulformen hinzu: Es wird ein einjähriges Berufsgrundschuljahr und eine zweijährige Berufsfachschule in den Berufsfeldern Elektro-, Metall-, Bau und Holztechnik eingerichtet.

1980


Am 31. Juli 1980 scheidet Monsignore Andreas Pfeiffer aus dem Dienst an der Berufsschule in Hennef aus. Während seiner über fünfundzwanzigjährigen Tätigkeit hat er als Mitglied des Schulausschusses des Rhein-Sieg-Kreises und in seinen Funktionen als Berufsschulpfarrer sowie als Studiendirektor und Leiter der Fachoberschule die Entwicklung der Schule entscheidend mitgeprägt.

1981 hält die CNC-Technik Einzug in die BBS Hennef. Der Rhein-Sieg-Kreis investiert in die Anschaffung der ersten CNC-Fräsmaschine für die Metallverarbeitung. Die Schule gehört damit zu den Vorreitern einer neuen computerunter- stützten Technologie. Zur Unterstützung der Ausbildung in der neuen Technologie wird 1983 der CNC-Förderverein gegründet, der auf eine große Resonanz in der Schule und in den Metallbetrieben der Region stößt. In den folgenden Jahren werden etwa 500 Fachkräfte aus den Metallbetrieben des Umlandes durch den Verein geschult. Die erste CNC-Fräsmaschine wird schon bald durch eine weitere Investition ergänzt: In einer Feierstunde wird am 18. Februar 1986 neben der neuen "Großküche" auch die CNC- Drehmaschine für die Metallverarbeitung in Betrieb genommen.

Aber nicht nur die CNC-Technik, sondern auch die Steuerungstechnik wird mit Nachdruck ausgebaut. Hier werden Laborräume eingerichtet, in denen kleine Schülergruppen eigenständig praxisnahe Schaltungen aufbauen kännen. Damit werden in der BBS Hennef schon früh die Voraussetzungen für schülereigentätiges, handlungsorientiertes Lernen gelegt. Die Eröffnung weiterer Schulbereiche ergänzt in der folgenden Zeit das Bildungsangebot der Schule: Zum Schuljahr 1985/86 wird der vollzeitschulische Ausbildungsgang zur/zum Hauswirtschafter/-in eröffnet. Am 1. Februar 1988 folgen die ersten beiden Klassen in der neuen Fachschule für Elektrotechnik in Teilzeitform. Der Unterricht in der Fachschule erstreckt sich auf die Schwerpunkte Elektronik bzw. auf Datenverarbeitungstechnik.

Schulleiter Harald Krolzig

1989


Am 1. April 1989 nimmt Harald Krolzig seinen Dienst als neuer Schulleiter der Berufsbildenden Schulen des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef auf. Die feierliche Einführung findet am 27. September 1989 durch Landrat Dr. Franz Möller und den Leitenden Regie- rungsschuldirektor Norbert Hilgermann statt.

Vom Schuljahr 1989/90 an wird die BBS Hennef im Kreisgebiet Ausbildungsschule für die industriellen Zerspanungsmechaniker, während die Werkzeugmechaniker in Troisdorf unterrichtet werden. Beide gewerblich-technischen Schulen des Rhein-Sieg-Kreises haben sich auf diese kreisinterne Neuordnung geeinigt.

Die zunehmende Innovationsgeschwindigkeit in der Technik erfordert eine verstärkte Modernisierung der schulischen Ausstattung: Im Dezember 1989 übergeben der Schulamtsleiter Jürgen Klumpp und der Vorsitzende des Kreisschulausschusses Josef Rolf Demmer das neu eingerichtete Elektronik-Labor seiner unterrichtlichen Bestimmung.

Ende des Jahres wird der "Förderverein der Berufsbildenden Schulen Hennef e.V." gegründet. Zu den Zielsetzungen des Vereins zählen u.a. die Unterstützung innerschulischer Projekte und die Förderung des Schullebens. Seine Aufgabe sieht der Förderverein sowohl in der fachlichen Beratung als auch in der materiellen Förderung schulischer Aktivitäten.

Im Oktober 1989 besucht erstmals eine hochrangige Delegation von sowjetischen Bil- dungsexperten in Begleitung von Vertretern des Kultusministeriums NRW die BBS Hennef, um sich über die schulische Bildungsarbeit im dualen Ausbildungssystem zu informieren. Aus diesem Kontakt entwickelt sich eine langjährige Kooperation mit beruflichen Schulen in Astrachan (Wolga-Delta) und mit dem zuständigen Departement für Schule und Ausbildung. Es folgt eine Reihe von Besuchen und Gegenbesuchen, u.a. findet im September 1995 mit finanzieller Unterstützung der "Stiftung für die wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung" eine 20-tägige Schulung in der BBS Hennef und in der Kreis- handwerkerschaft in Siegburg statt, an der vier Lehrer aus Astrachan teilnehmen. Im Gegenzug besuchen Lehrer der BBS Hennef und Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft in Siegburg im gleichen Jahr die Partnerschulen und das Departement in Astrachan. Ein weiteres Beispiel für die vielfältigen Auslandskontakte der BBS Hennef bildet der Besuch einer Delegation philippinischer Regierungsvertreter unter Leitung des Arbeits- und des Bildungsministers und auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung im September 1990.

1990


Rege Aktivität herrscht in diesem Jahr auch in der Schülerschaft: 1990 organisieren die Schüler/-innen der BBS Hennef und die Schülervertretung (SV) eine Geldsammlung für ein Kinderkrankenhaus in Rumänien: Im März können Medikamente und 1000 DM in bar zur Verfügung gestellt werden. Dieses soziale Engagement der SV findet drei Jahre später seine Fortsetzung, als sich die Schüler/-innen aktiv an der Hilfe für die Flüchtlinge in Bosnien-Herzegowina beteiligen: 180 Hilfspakete werden finanziert, gepackt und einer Hilfsorganisation übergeben.

Im Juni 1990 erhält die Schule die Genehmigung zur Errichtung einer Fachschule für Maschinentechnik in Teilzeitform mit dem Schwerpunkt Fertigungs- / CNC-Technik. Der Unterricht kann noch im gleichen Jahr mit 60 Schülern in zwei Lerngruppen aufgenommen werden. Im Sommer übergibt Landrat Dr. Franz Möller ein neues Handhabungszentrum mit zwei Robotern, einem PC und einem Montagetisch an den Schulbereich Metalltechnik. Die Finanzierung konnte mit Unterstützung der Bezirksregierung, des Kreises und eines Unternehmens, das als Sponsor fungierte, gesichert werden.

Im November 1990 feiert die Schule ihr 90-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass findet erstmals ein "Tag der offenen Tür" statt, der sich in den folgenden Jahren zu einer festen Institution entwickelt und seitdem regelmäßig alle drei Jahre wiederholt wird. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit stößt auf große Resonanz bei Schülern und Lehrern aus den Sekundarstufen I und II und einer breiten Öffentlichkeit. Die Aktivitäten in den Fachräumen und Labors, aber auch das umfangreiche Beiprogramm, das von den einzelnen Schulbereichen und einigen Ausbildungspartnern gestaltet wird, werden mit großem Interesse aufgenommen.

1991


Die innerdeutsche Entwicklung Anfang der 90-er Jahre spie- gelt sich auch in der Schul- geschichte wieder: Am Jahres- ende nehmen die BBS Hennef und die Tischlerinnung des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam erste Kontakte zur Beruflichen Schule für Holztechnik in The- mar und zu den Tischlerin- nungen in Hildburghausen, Meiningen und Suhl (Thürin- gen) auf. Aus diesen Kontak- ten entwickelt sich bald eine enge Kooperation und ein re- ger Schüleraustausch. Schon im Januar 1991 kommt es zum ersten Gegenbesuch von Ver- tretern der Innungen aus Hild- burghausen, Meiningen und Suhl sowie von Schulleitung und Lehrern der Beruflichen Schule in Themar/Hildburghau- sen in Hennef. Kurz darauf folgt der erste Lehrlings- / Schüleraustausch unter der Leitung unseres Fachlehrers und des Kulturwartes der Tischlerinnung, Heinz Schumacher. In den folgenden Jahren werden die Kontakte gepflegt und weiter ausgebaut.

Besondere Kurse und Lehrgänge ergänzen 1991 das Bildungsangebot der Schule: Zum Beispiel wird im August ein Qualifizierungslehrgang für Frauen ohne Berufsausbildung zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im Beruf Hauswirtschafterin eingerichtet.

Noch im gleichen Jahr treten aus schulischer Sicht zwei wichtige personelle Veränderungen ein. Am 1. Oktober 1991 wird Monika Lohr neue Kreisdirektorin. Sie löst Günter Brahm ab, der aus Altersgründen aus seinem Amt aus- geschieden ist. Frau Lohr wird zuständige Dezernentin des Schulträgers für die beruflichen Schulen des Kreises. In der BBS Hennef wird Studiendirektor Gerold Wege zum Ständigen Vertreter des Schulleiters ernannt. Er tritt am 1. November 1991 die Nachfolge von Studiendirektor Gerhard Dohlen an.

Auch für die Darstellung der Schule bildet das Jahr 1991 einen wichtigen Meilenstein: Im Herbst erscheint die erste Ausgabe der Schulzeitung "BITZ" (= Berufsbildung - Innovation - Technik - Zukunft) mit einer Auflage von ca. 10.000 Exemplaren.

Herausgegeben wird die neue Schulzeitung vom Förderverein der BBS Hennef und einem Redaktionsteam, das von Schulleitung, Lehrerkollegium und Schülern unterstützt wird. Die BITZ wird verteilt an Schüler und Lehrer der Klassen 9 und 10 aller Schulformen der Sekundarstufe I sowie an Ausbilder und Schüler unserer Schule. Die Zeitung informiert über die Bildungsarbeit der Schule, über neue didaktische Ansätze, Bildungsgänge, neue Einrichtungen und Ausstattungen sowie über besondere Veranstaltungen des Schullebens. Die BITZ finanziert sich fast ausschließlich über Inserate unserer dualen Partner und anderer Förderer.

Schüler an einem Arbeitsplatz für computerunterstützte Messtechnik

Der hohe pädagogische und technologische Anspruch der BBS Hennef findet seine Entsprechung in der ständigen Modernisierung der Unterrichtsräume. Im Dezember 1991 übergeben Landrat Dr. Franz Möller und Kreisdirektorin Monika Lohr ein CAD-Labor für die unterrichtliche Arbeit in den Schulbereichen Metall- und Elektrotechnik und für die Bauzeichner seiner Bestimmung. Dabei handelt es sich um einen Fachraum für CAD-Technik mit vernetzten Rechnern. Gleichzeitig stattet Norbert Keusen, neuer Amtsleiter für Schule und Kultur im Kreis, der Schule seinen Antrittsbesuch ab.

Auch dies gehört zum modernen Verständnis verantwortlicher pädagogischer Arbeit: Im Dezember 1992 erteilen Lehrer der BBS Hennef und die Kreispolizei gemeinsam Verkehrsunterricht. Mit einem Crash-Test wirbt die Polizei für defensives Fahren.

1993


Im Januar 1993 findet die erste gemeinsame Abschlussfeier unserer Fachschule für Elektrotechnik und der Fachoberschule für Technik statt. Auch im Metallbereich werden erstmals 70 Berufsschüler mit einer kleinen Abschlussfeier aus der Schule verabschiedet.

Einen weiteren Höhepunkt des Jahres bildet das Projekt "Grillhütte" der Vorklasse für Technik. Der besondere Lernerfolg dieses Projektes ist vor allem darin begründet, dass der theoretischen Planung auch die praktische Umsetzung folgt. Unter fachkundiger Anleitung der Lehrer und mit materieller Unterstützung durch den Förderverein können die Schüler/-innen die Grillhütte auf dem benachbarten Sportgelände errichten. Krönender Abschluss der einjährigen Arbeit: Im Juni schließt die Vorklasse für Technik das Projekt "Grillhütte" mit der feierlichen Übergabe an den Bürgermeister der Stadt Hennef, Herrn Emil Eyermann, ab.

Im Bemühen, die schulische Ausbildung stets dem neuesten Stand der Technik anzupassen, wird im März 1993 ein neues Labor für Leistungselektronik und Antriebstechnik in Betrieb genommen. Das Labor wurde mit finanzieller Unterstützung durch das Land NRW eingerichtet und durch Landrat Dr. Franz Möller dem Schulbereich Elektrotechnik übergeben. In der Folgezeit wird das Labor auch zur Lehrerfortbildung genutzt.

Im September 1993 findet unter großem Publikumszuspruch der zweite "Tag der offenen Tür" statt. Das Konzept der Präsentation schulischer Bildungsarbeit an der BBS Hennef findet weiterhin Anklang bei allen Gästen.

Auf Grund rückläufiger Schülerzahlen an den einzelnen beruflichen Schulen, eines Ungleichgewichts in der Zuordnung von Bezirksfachklassen in den Bereichen Köln, Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis sowie steigender Investitionskosten kommt es im Sommer zu einer regen Neuordnungsdiskussion, an der sich neben den beruflichen Schulen der Region auch der Regierungspräsident Dr. Franz-Josef Antwerpes und der Oberkreisdirektor Dr. Walter Kiwit maßgeblich beteiligen. Nach mehreren Zwischenschritten wird letztlich im Dezember 1993 mit Wirkung zum 1. August 1994 vereinbart: Die Bauberufe der Region Bonn-Rhein-Sieg werden in Hennef schulisch ausgebildet, hierzu zählen auch die Bauzeichner. Außerdem wird die BBS Hennef alleinige Ausbildungsschule für die Bäcker, die Konditoren, die Fleischer und die Fachverkäuferinnen im Nahrungsmittelgewerbe in der Region Bonn-Rhein-Sieg.

Die Schulentwicklung muss sich zunehmend stärker auf die veränderte Ausbildungsnachfrage einstellen. So kommen 1994 zwei neue Bildungsangebote hinzu. In der Fachschule für Elektrotechnik wird ab Februar ein Bildungsgang mit Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung - an Stelle von Elektronik - und weiterhin der Bildungsgang Datenverarbeitungstechnik eingerichtet. Die Fachschule für Maschinentechnik ergänzt ab August ebenfalls ihr Bildungsangebot mit dem Schwerpunkt System- und Automatisierungstechnik - neben dem bereits bestehenden Schwerpunkt für Fertigungs- / CNC-Technik. Im Juli 1994 erhält die BBS Hennef die Genehmigung zur Errichtung einer Fachschule für Farb- und Lacktechnik in Vollzeitform - der Bildungsgang kann im August aber nicht realisiert werden, da die Anmeldezahlen nicht ausreichen.

Die Personalentscheidungen betreffen in diesem Jahr vorwiegend die Elektroabteilung: Am 1. Juni 1994 wird Werner Lohmann zum Studiendirektor ernannt; er übernimmt die Leitung des Schulbereiches Elektrotechnik (Industrie) als Nachfolger von Studiendirektor Gerold Wege. Studiendirektor Hans Stroß, Leiter des Schulbereiches Elektrotechnik (Handwerk und Berufsgrundschuljahr), tritt zum 31. Juli 1994 in den Ruhestand. Sein Aufgabengebiet wird von Studiendirektor Rolf Päuker übernommen. Darüber hinaus übernimmt Studiendirektorin Edeltraud Meyer-Ihne zusätzlich zur Leitung des Schulbereiches Ernährung und Hauswirtschaft das Nahrungsgewerbe.

1994


Im August 1994 besucht Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes die BBS Hennef. Auf seinem Rundgang wird er begleitet von Landrat Dr. Franz Möller, Vertretern der Bezirksregierung Köln, der Kreisverwaltung, der Kreishand- werkerschaft Siegburg, der Industrie- und Handelskammer Bonn und der Schulleitung. Der Regierungspräsident und der Landrat nutzen ihren Besuch, um das neue CNC-Holztechnik-Labor in den Räumen der Holzwerkstatt feierlich an die Schüler und Fachlehrer zu übergeben. Den Fachklassen für Tischler und Holzmechaniker steht nun eine numerisch gesteuerte CNC-Oberfräse einschließlich einer Computeranlage zur Verfügung. Damit erhalten die Schüler/-innen die Möglichkeit zum Einstieg in eine wichtige Zusatzqualifikation.

Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes beim Rundgang in der Schule

Die Außenkontakte der Schule werden weiter gepflegt. Im September 1994 besucht eine Lehrerdelegation der BBS Hennef unsere Partnerschule in Teltow. Gleichzeitig ist eine Delegation aus Astrachan in Hennef zu Gast. Der Leiter der Abteilung Schule und Ausbildung, Walerij Schitow, informiert sich gemeinsam mit russischen Berufsschullehrern über die Bildungsarbeit im dualen System.

Schüler testen die CNC-Oberfräse

1995


Zu den besonderen Ereignissen des Jahres zählt im Mai 1995 die erste festliche Präsentation von Projektarbeiten von Berufsschülern des Schulbereichs Metalltechnik in Anwesenheit von Landrat Dr. Franz Möller, Kreisdirektorin Monika Lohr sowie des Leitenden Regierungsschuldirektors Horst Lehmann und der Vertreter der Ausbildungsbetriebe. Auf dieser Veranstaltung wird auch der "Schulfilm" vorgestellt, der in der BBS Hennef mit außerschulischer Hilfe gedreht wurde und die Bildungsarbeit unserer Schule einer breiten Öffentlichkeit vorstellt. Neben dem "Schulfilm" entstanden unter der Regie des Abteilungsleiters Studiendirektor Rolf Baum auch zwei halbstündige Filme zum "Handlungs- orientierten Lernen" in einer Industrie- bzw. in einer Handwerksoberstufe des Fachbereichs Metall. Auf diese Weise soll das moderne didaktische Konzept dem Lehrer- und Ausbildernachwuchs nahegebracht werden.

In diesem Monat wird zudem eine Drogenpräventionswoche als Schulveranstaltung von der SV geplant und durch- geführt. Im August startet der erste Aufbaubildungsgang für Staatlich geprüfte Techniker/Technikerinnen als ein- jährige Weiterqualifizierung in Abendform. Der Lehrgang vermittelt in insgesamt 600 Unterrichtsstunden Kompetenzen im Bereich Betriebswirtschaft und Qualitätsmanagement.

 

Ebenfalls im August 1995 wird im Kreisgebiet die schulische Ausbildung in den industriellen Metallberufen neu geordnet. Vorausgegangen war eine sehr intensive Diskussion zwischen den beteiligten Schulen, der Kreisverwaltung, der Bezirksregierung und den Schulpolitikern des Kreises mit folgendem Ergebnis: Alle Industriemechaniker Maschinen- und Systemtechnik aus dem Kreisgebiet werden in Hennef unterrichtet. Die Zerspanungsmechaniker müssen an die BBS Sieglar abgeben werden. Die handwerklichen Metallberufe Dreher, Maschinenbaumechaniker, Werkzeugmacher und Metallbauer werden weiterhin in Hennef geführt.

Kochen macht Spaß in der neuen Großküche

Die schulische Ausstattung erfährt im Laufe der Jahre 1995/96 eine weitere Modernisierung, im September 1995 wird zunächst die Großküche renoviert. Die alten Küchenkojen werden zu einer zeitgemäßen Küchenanlage umgebaut. Es entstehen neue Arbeitszentren für die "kalte Küche" und die Geschirrreinigung. Außerdem wird ein Magazin eingerichtet. Ein Jahr später wird der neue Fachraum für CAD-Bau- zeichnen und für Baukonstruktion durch Landrat Dr. Franz Möller und Oberkreis- direktor Frithjof Kühn seiner Bestimmung übergeben.

Der neue Fachraum wurde von Schülern und Lehrern der Bauzeichner-Klassen geplant, das Mobiliar wurde als Projektarbeit von Schülern und Lehrern der Schulbe- reiche Holz-, Metall- und Farbtechnik hergestellt.

Neues gibt es auch in Sachen Personalien festzuhalten: Am 1. März 1996 wird Winfried Stephan zum Studiendirektor ernannt und mit der Leitung des Schulbereiches Fachschule Maschinentechnik sowie mit Aufgaben der Schulstatistik betraut. Mit Abschluss des Schuljahres 1996/97 tritt zudem Studiendirektor Rolf Päuker in den vorzeitigen Ruhestand. Die Leitung des Schulbereiches Elektrotechnik (Industrie, Handwerk und Berufsgrundschuljahr) übernimmt Studien- direktor Werner Lohmann.

 

1996


Erwähnenswert ist auch der "Tag der offenen Tür", der in der BBS Hennef am 13. November 1996 bereits zum dritten Mal stattfindet und der mittlerweile zu einer Tradition geworden ist. Wieder einmal sind Schüler und Lehrer der Sekundarstufe I und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Zur Öffentlichkeitsarbeit trägt eine Aktion unserer Schüler/-innen in diesem Jahr bei: Im Juni findet im Rahmen des Unterrichts eine "Umweltwoche" statt. Die Schulver- anstaltung wird von der SV gestaltet und soll das Umweltbewusstsein der Schüler-/innen in Beruf und Alltag stärken. - Darüber hinaus engagieren sich die Schüler/-innen auch in einem anderen gesellschaftlichen Bereich. Im März 1997 übergibt die SV den Erlös aus dem Verkauf von Solidaritätsschleifen der Aids-Hilfe Rhein-Sieg.

1997


Innovatives Bauzeichnen im CAD-Raum

Die Schulentwicklung weist 1997 einige interessante Eckpunkte auf - so präsentiert die Fachschule für Elektrotechnik im Januar erstmals eine Projektarbeit/Facharbeit in einem Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit dem dualen Partner wird auch in anderen Schulbereichen groß geschrieben. Von August an bildet die BBS Hennef im Berufsfeld Mecha- tronik aus. In Kooperation mit der Firma Hennecke GmbH werden die ersten Auszubildenden dieses Unternehmens nach einem betriebseigenen Ausbildungsprofil qualifiziert. Im Herbst 1997 richtet die Schule zudem in Kooperation mit der Innung für Metalltechnik Bonn/Rhein-Sieg einen Bildungsgang für Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis ein, dieser ist speziell auf das Berufsfeld Metallbau zugeschnitten und wird ab August des nächsten Jahres in der Berufsschule fortgeführt.

Messemotto: Frisch in den Frühling

Unter der Koordination von Obermeister Wilhelm Eubel und Oberstudienrat Hans-Otto Wirtz und mit Hilfe der wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität Düsseldorf wird der Bil- dungsgang als Modellversuch weiterentwickelt.

Die Qualifizierung der Jugendlichen steht auch bei einer anderen Aktion im Mittelpunkt. Im Oktober 1997 wird die gemeinsame Projektarbeit "Farbliche Gestaltung des schuleigenen Kleinbusses" der Berufsschulklasse für Maler und Lackierer und der Berufsschulklasse für Fahrzeuglackierer in der JVA Siegburg abgeschlossen.

Im Jahr 1997 nimmt die BBS Hennef mit einem eigenen Stand an den Messen "Rheinischer Frühling" bzw. "Rheinischer Herbst" auf dem Messegelände der Stadt teil. 1998 findet das erste Technikerforum an der BBS Hennef statt, auf dem Fachschüler und Vertreter der Wirtschaft über Fragen der beruflichen Anforderungen diskutieren.

 
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