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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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1939


Portrait des Direktors Hans Weber

Mit Beginn des 2. Weltkrieges im Herbst 1939 verringert sich die Schülerzahl erheblich. Viele Schüler werden noch vor dem Abschluss ihrer Lehre zum Arbeitsdienst, zur Wehrmacht oder zum Einsatz als Flakhelfer eingezogen. Auch viele Lehrer werden zur Wehrmacht einberufen. Direktor Kügelchen übernimmt zusätzlich die Leitung der Berufs-, Handels- und Haushaltungs- schule in Siegburg.

1942 ist die Schülerzahl auf 407 Schüler/-innen gesunken, obwohl nun auch die in privaten Haushalten tätigen Mädchen die Berufsschule besuchen.Nach der Beschlagnahme der Schule in Hennef durch die deutsche Wehrmacht erfolgt im Juli 1944 die Verlegung des Unterrichts in die Berufsschule Siegburg. Aber schon im November des gleichen Jahres wird ein Raum in der Berufsschule Hennef wieder freigegeben und der Unterricht mit 123 Schülern und einem Lehrer erneut aufgenommen.

Kurz vor Ende des Krieges wird die Schule im Februar 1945 durch einen Bombenangriff stark zerstört. Die Schülerbibliothek, die Lehrmittelsammlung, das Schularchiv, Werkzeuge und Unterrichtsmaterialien werden voll- ständig vernichtet. Bereits in den ersten Monaten nach dem Ende des 2. Weltkrieges beginnt der Wiederaufbau des Schulgebäudes.

 

Gestern Schüler, heute Oberstudienrat am BK Hennef: Hans Otto Wirtz

1947


Etwa ein Jahr nach dem verheerenden Bom- benangriff sind vier Räume und ein Büroraum wiederhergestellt. Der Unterricht in der Berufs- schule Hennef kann mit 4 Lehrern/-innen und 355 Schülern/-innen im gewerblichen, kauf- männischen und hauswirtschaftlichen Bereich wieder aufgenommen werden. 1947 wird Hans Weber zum neuen Direktor der Schule gewählt und mit dem organisatorischen Aufbau der Schule betraut. Unter seiner Leitung ver- größert sich noch im gleichen Jahr das Kolle- gium auf 11 Lehrer, die 720 Schüler/-innen unterrichten. Im Schuljahr 1948/49 besuchen bereits 1.005 Schüler die Berufsschule, was die Einstellung eines weiteren Lehrers für das Metallgewerbe erforderlich macht. Hierfür kann Herr Dipl. Ing. Brors gewonnen werden. Mit Beginn des Schuljahres richtet der Zweckver- band zudem eine Fachklasse für Müllerlehr- linge aus dem Siegkreis, dem Oberbergischen und dem Rheinisch - Bergischen - Kreis ein. Die "Berufsschule Hennef/Sieg der Carl- Reuther Stiftung" begeht im Oktober 1949 ihr 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass ver- fasst Direktor Hans Weber einen "Jubiläums- bericht über die gewerbliche Fortbildungs- schule, die gewerbliche, kaufmännische und hauswirtschaftliche Berufsschule in Hennef a. d. Sieg".

1952


Im April 1952 wird für die Abteilung Hauswirtschaft eine Lehrküche eingerichtet, die auch außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit genutzt wird. So finden beispielsweise Kochkurse für Interessierte statt, die an 10 Abenden insgesamt über 40 Unterrichtsstunden umfassen. Die Kosten betragen für jeden Teilnehmer 22 DM.

1957


Die steigenden Schülerzahlen und der Mangel an Fachräumen verstärken den Druck auf Errichtung eines neuen Schul- gebäudes. 1957 entstehen die ersten Pläne für einen Schulneubau. An dem vom Zweckverband der Berufsschule aus- geschriebenen Wettbewerb beteiligen sich neun Architekten. Der Entwurf des Architekten Helmuth Herkenrath aus Lauthausen findet die größte Zustimmung und wird zur Ausführung vorgeschlagen.

In pädagogischer Diskussion: Herr Staehler, Herr Brors und Herr Weber

Am 17. Oktober 1958 wird der Grundstein für ein neues Schulgebäude in der Gartenstraße gelegt. Die Stadt Hennef hat das Baugrundstück zur Verfügung gestellt. Die Baukosten sollen sich auf 900.000 DM belaufen, die Regierung sagt Zuschüsse in Höhe von 600.000 DM zu. Die Schule zählt jetzt 561 gewerbliche, 246 kaufmännische und 221 hauswirt- schaftliche Berufsschüler sowie 36 Schüler ohne Berufsausbildungsvertrag.

Neubau Schule Gartenstraße 1959

1960


Schulleiter Emil Giermann im Jahre seines Amtsantritts

Das neue Schulgebäude wird am 23. Januar 1960 durch den Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen Professor Paul Mikat feierlich eingeweiht. Die Baukosten betragen schließ- lich 1.050.000 DM. Träger der Schule ist zunächst noch der Zweckverband, später der Siegkreis. Im Februar 1961 kann der erste nach modernen Gesichtspunkten eingerichtete Elektro- Fachraum in Betrieb genommen werden.

1963 wird Emil Giermann neuer Schulleiter der Zweckverbandsberufsschule. Mit Beginn des Schuljahres 1964/65 werden neben den bereits bestehenden Fachklassen der Berufsschule für Hauswirtschaft, Bau-, Elektro- und Metalltechnik weitere Schul- formen eingerichtet: Hinzu kommen eine Handelsschule, eine Berufsfachschule für Kinderpflegerinnen und eine Berufsaufbauschule für Technik in Teilzeitform über 7 Semester. Mit der Berufsaufbauschule erhalten erstmals Schüler mit Volksschulabschluss und Berufsausbildung eine schulische Weiterqualifizie- rung mit dem Ziel der "Fachschulreife", die zu einem Studium an den Ingenieur- schulen des Landes berechtigt. Die Berufsaufbauschule wird zu einem wesent- lichen Bestandteil des sogenannten Zweiten Bildungsweges, der begabten Berufsschülern den Aufstieg in gehobene Berufspositionen über die Ingenieurschule / Höhere Fachschule ermöglicht.

Im März 1966 findet die erste Abschlussprüfung an der Hennefer Handelsschule in den Fächern Religion, Deutsch, Englisch, Betriebswirtschaft, Buchführung, Rechnen, Geschichte, Bürgerkunde und Wirtschaftsgeografie statt.

 

 

 
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