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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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Studienfahrt in die Toskana

 

Schon traditionell fahren die HBFS-Oberstufen der Schulbereiche IT und Elektrotechnik kurz nach den Sommerferien in die Toskana. In diesem Jahr war zum ersten Mal eine Klasse der Informationstechnischen Assistenten mit von der Partie. Die Bezeichnung Studienfahrt ist nicht übertrieben: Die Toskana wird von den Italienern als das kulturelle Herz ihres Landes bezeichnet, die wichtigste Stadt Florenz als Wiege der Renaissance. Von den Etruskern besiedelt, später von den Römern, und noch später von Goten und Langobarden, erobert, war diese Region – toskanische Stadtrepubliken wie Siena, Pisa und Florenz – ab dem 12. Jahrhundert politisch, wirtschaftlich und kulturell prägend für Westeuropa und den nördlichen Mittelmeerraum. Geschichte und Kultur standen im Mittelpunkt des Reiseprogramms. Fünf Schüler berichten:

Montag, 8. Oktober (Adrian)

In Hennef stiegen wir pünktlich ein und sind auch pünktlich abgefahren. Wir hatten drei Zwischenstopps. Davon war einer in der Schweiz. Dort gab es ein Restaurant, welches jedoch etwas teuer war. In der Schweiz fuhren wir durch unzählige Tunnel, der längste war 17 km lang. Da es in den Tunneln sehr hell war, konnten viele nicht schlafen. Auch wenn man schlafen konnte, war es nicht gerade bequem und wir bekamen alle Nackenschmerzen. Als wir auf die italienische Autobahn kamen, sahen wir unbeschreibliche Bilder vor denen sich jeder deutsche Fahrlehrer fürchten würde. Wir kamen jedoch unbeschadet im Hotel, um kurz nach 10, an.

Im Hotel mussten wir noch bis 12:30 Uhr warten, bis wir in unsere Zimmer durften. Einige verbrachten die Zeit mit Smash Bros an der Wii, andere spielten Uno, schliefen oder erkundeten die Stadt, falls man Lido di Camaiore so nennen kann. Als wir dann in unsere Zimmer durften, erkundete jeder das Zimmer. Zunächst reservierte sich jeder ein Bett. Meine Gruppe fand zum Schrecken zweier ein Ehebett im Zimmer vor. Zum Glück konnte man es trennen. Im Bad stank es nach Chlor, deswegen lüfteten wir unser Zimmer.

Danach gingen wir in die Stadt, um etwas zu essen. Unglücklicherweise erwischten wir genau die Mittagspause. Nur eine einzige Pizzeria hatte geöffnet. Wir bestellten 3 Margarita Pizzen für je 5,50 € und teilten jeweils zu zweit eine Pizza. Sie schmeckte wirklich gut. Daraufhin gingen wir zurück in unser Zimmer und beschäftigten uns bis zum Abend. Abends gab es Essen im Hotel. Es gab Pommes, Nudeln mit Käse- oder Tomatensoße, Schnitzel und Salat – leider ohne Dressing. Wir waren heilfroh, als wir endlich in unseren Betten lagen und schlafen konnten.

Dienstag, 9. Oktober (Sebastian)

Am zweiten Tag der Klassenfahrt sind wir gegen 8:00 Uhr in Richtung Vinci, zum Leonardo da Vinci Museum gestartet. Danach sind einige zum Geburtshaus von Leonardo da Vinci, das ca. 25 Minuten Fußweg vom Museum entfernt ist, gewandert. Anschließend sind wir zum Weingut Il Poggio in der Nähe der Ortschaft Montecarlo gefahren und haben eine Besichtigung des Weingutes gemacht. Anschließend gab es eine Weinverkostung mit Weinprobe (4 Weinsorten) und einem Imbiss. Zum Ende gab es noch einen Messwein mit süßem Gebäck. Danach ging es wieder Richtung Hotel.

Mittwoch, 10. Oktober (Christian)

Nach einem abwechslungsreichen Frühstück begaben sich die drei Klassen IH71, EH71 und IA71 auf eine mehrstündige Fahrt nach Florenz. Dort angekommen erwartete uns schon die Stadtführerin. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, um die Kommunikation zu erleichtern. Bei der Führung erfuhren die Gruppen etwas über die Geschichte der Stadt Florenz, warum die Franziskaner ein wichtiger Bestandteil dieser waren und wo u.a. Leonardo da Vinci, Michelangelo (bekannt ist seine Renaissance-Statue 'David', welche wir auch als Kopie an der Piazza della Signoria ansehen konnten) und Gioachino Rossini bestattet sind.

Besonders interessant war, wie die Stadt zur Zeit des Römischen Reichs aussah: Uns zeigte man auch die Orte, wo das Kolloseum und die römische Mauer standen. Während der Führung kamen wir an bekannten Standorten vorbei: Das Rathaus, in dem man standesamtlich heiraten kann. Es ist zur Hälfte auch ein Museum – somit fanden wir die verschiedensten Malereien, wie ein Gemälde von Wien an den Wänden. Oder die weltberühmte Franziskanerkirche 'Santa Croce' sowie die Kathedrale "Santa Maria del Fiore": Die Stadtführung berichtete uns davon, wie die weltberühmte Kuppel damals gebaut wurde.

Nachdem die Stadtführung beendet war, hatten alle Schüler etwa viereinhalb Stunden Zeit, selbst etwas zu unternehmen. Dies nutzten sie, um die Spezialitäten von Italien und Florenz zu probieren oder um weitere bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen.

Donnerstag, 11. Oktober (Johannes)

Unser vierter Tag begann erstmals erst um 8 Uhr mit dem Frühstück. Eine Stunde später saßen wir schon im Bus, der uns nach Pisa fuhr. Nach der einstündigen Fahrt erreichten wir schließlich unseren Busparkpatz. Weil versucht wird, den Stadtverkehr von großen Reisebusen frei zu halten, mussten wir den restlichen Weg zu Fuß gehen. Der Anblick des Schiefen Turms, das Highlight des Tages, entschädigte den kurzen Fußweg, den wir vom Parkplatz in die Altstadt auf uns nahmen.

Von nun an trennten uns unsere Wege. Die einen schlenderten durch die Gassen von Pisa und andere gingen etwas essen. Egal, was gemacht wurde, um 13 Uhr fuhr der Bus wieder in unser Hotel zurück, sodass wir nur drei Stunden Zeit hatten, etwas zu unternehmen. Den restlichen Tag hatten wir bis zum Abendessen, um 19 Uhr, frei zur Verfügung.

Freitag, 12. Oktober (Bjarke)

Freitag war der letzte Tag unserer Klassenfahrt in die Toskana. Der Tag begann mit dem Frühstück um 8 Uhr morgens. Bis 9 Uhr mussten alle Zimmer im Hotel geräumt sein. Die Koffer wurden anschließend in den Bus verladen und es folgte ein ca. 6-stündiger Zeitraum, in dem sich Lehrer und Schüler noch ein letztes Mal selbständig in der Stadt Lido di Camaiore umsehen konnten. Vier Schüler aus der EH71 sind auf eigene Faust mit dem Linienbus nach Lucca gefahren und haben diese historische Stadt erkundet.

Wir alle entschieden uns schon am Morgen, um 16 Uhr (statt eine Stunde später) vom Hotel aus loszufahren. Die Fahrt verlief gut und wir erreichten alle zusammen am Samstagmorgen um viertel nach sechs das Berufskolleg in Hennef.

Adrian Buschjäger, Christian Hofmann (IH71), Bjarke Leske, Sebastian Niethen (IA71) und Johannes Schumacher (EH71)

14. Oktober 2018 | Aktuelles |

 
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