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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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Praktikum in Holstebro – Auszubildende berichten

 

Ankunft

Nach unserer Ankunft in Holstebro (Westjütland) am Sonntagabend wurden wir, fünf Bauzeichnerinnen und zwei Bauzeichner in der Ausbildung (BZ21A und BZ20A), begleitet durch unseren Klassen- und Fachlehrer Thorsten Altefrohne, mit unseren Koffern und Taschen von einem Kleinbus am Bahnhof abgeholt und zu unserer Partnerschule UCH (Uddanelsescenter Holstebro) gebracht. Nach der Ankunft begrüßte uns der Leiter der Bauabteilung des Ausbildungszentrums, Jan Emtkær Jensen, der sich am späten Sonntagnachmittag Zeit für uns genommen hatte. Direkt nach Ausgabe der WLAN-Zugangscodes, konnten wir dann unsere Zimmer im angeschlossenen Wohnheim beziehen. Am Abend saßen wir noch ein wenig draußen vor der Schule in der Sonne und aßen Pizza vom Imbiss “Valhalla“, einer kleinen Pizzeria, die in unmittelbarer Nähe der Schule / Unterkunft ihren Standort hat.

Die Partnerschule UCH

Am ersten Tag wurden wir vom dänischen Werkstattlehrer Lasse Holst Plougmann begrüßt, der als Werkstattlehrer zusammen mit seinem Ausbildungsleiter Martin Haldbro Hansen unser Praktikum begleiten würde. Die Konversationen der nächsten zwei Wochen würden ein sympathischer Mix aus Deutsch, Englisch, Dänisch und beschreibenden Handbewegungen sein.

Erst wurden wir durch den Gebäudekomplex geführt und sahen unter anderem die Arbeitsräume der Maler, Zimmerer, Fleischer und Küchenchefs. Dann begannen wir in unserer Werkhalle nach einer Sicherheitseinweisung mit Sägeübungen, bei denen an Kanthölzern in verschiedenen Lagen und Winkeln Sägeschnitte exakt angezeichnet und mit dem Fuchsschwanz bearbeitet wurden, um das präzise Sägen zu trainieren – das gelang am Ende allen gut!

Während der Arbeit konnten wir Musik hören und Kaffee trinken. Das Verhältnis zwischen Schülern bzw. Auszubildenden und ihren Lehrern am UCH ist erkennbar respektvoll und ungezwungen. So werden Lehrer mit dem Vornamen angesprochen und sind gerne auch für einen Spaß zu haben.

Die Tätigkeit in der Werkhalle

Am folgenden Tag starteten wir dann mit der eigentlichen Aufgabe. Wir bekamen die Aufgabe, auf Grundlage technischer Zeichnungen und Fotos zwei Gartenhäuser zu bauen, in denen sechs Personen Platz finden können. Schnell begannen wir mit dem Aufreißen (so nennt man das Zeichnen im Maßstab 1:1 auf großen Holzplatten auf dem Fußboden der Werkhallen, dem sogenannten “Reißboden“) und Sägen der Bauteile für diese kleinen Holzhäuser. Diese sollten auch mit Tisch und Sitzgelegenheiten ausgestattet werden.

Im Laufe der Woche arbeiteten wir jeden Tag von 8:00 Uhr bis 15:10 Uhr an den Gartenhäusern weiter. Erfolgreich, denn sie konnten dann am Freitagmittag schon beim, auch in Dänemark traditionellen, Richtfest mit einem Hancock – einem sehr leckeren Fruchtsaft – eingeweiht werden.

Mahlzeiten

Morgens startete jeder Tag um 07:00 Uhr mit dem Frühstück, das von den Cafeteria-Damen des Ausbildungszentrums als frisches Buffet vorbereitet wurde.

Das Mittagessen gab es um 11:20, das Abendessen um 17:00 Uhr, zwischendurch noch eine Kaffeepause und am späteren Abend dann tatsächlich noch einmal einen kleinen Snack mit Obst, Salaten und belegten Broten. Dazu muss erwähnt werden, dass die Cafeteria-MitarbeiterInnen sehr entgegenkommend und hilfsbereit waren. So gab es auch vegetarische Gerichte und auf Nachfrage pflanzliche Optionen.

Freizeit

An den einzelnen Nachmittagen und Abenden erkundeten wir die Stadt Holstebro und das Umfeld, gingen zusammen chinesisch essen, unter sachkundiger Leitung unseres Werkstattlehrers Lasse im Wald Mountainbike fahren und in den Abendstunden zum Bowlen. Unsere dänische Partnerschule hat zudem einen Fitnessraum und auch einen Aufenthaltsraum, in dem man Air-Hockey und Billard spielen oder das Fernsehprogramm anschauen kann.

Am Samstag fuhren wir dann mit einem kleinen Bus zum Wattenmeerzentrum (Besucherzentrum des UNESCO-Weltkulturerbes Wattenmeer, geplant von der international tätigen dänischen Architektin, Dorte Mandrup) in Ribe und zum Marsk Tower (sehr sehenswerte und atemberaubende, ja für einige von uns sogar etwas beängstigende Konstruktion der Bjarke Ingels Group) in Skærbæk. Den Samstagabend verbrachten wir nach einem gemeinsamen Pizzaessen dann in einem Club in der Innenstadt, während unser Lehrer sich auf die Heimreise am Sonntag vorbereitete.

Da das Praktikum durch EU-Mittel des Erasmus+ Förderprogrammes finanziert wird, erhielten wir nicht nur ein Sponsoring der Anreise per Bahn und Kleinbus, der Unterkunftskosten samt fünf Mahlzeiten am Tag, sondern auch die Übernahme der Kosten des kompletten Kultur- und Freizeitprogrammes. Vor der Reise erhielten wir einen Teil des Fördergeldes auf unsere eigenen Bankkonten überwiesen, so dass wir nach sieben gemeinsamen Tagen mit unserem Klassen- und Fachlehrer dann in der zweiten Praktikumswoche selbstständig mit Hilfe des großzügigen Budgets (neben der Arbeit in den Werkhallen) auch unsere Freizeit gestalten werden. Dank gebührt unserer EU-Koordination am CRBK (Antje de Vries, Matthias Ecke und Paul Schroeder) und dem Ansprechpartner am UCH (Jan Fædder Lillelund), die sich im Hintergrund vor- und nachbereitend um die Akkreditierung innerhalb des EU-Förderprogrammes und viele Formalitäten gekümmert haben.

Katja Schulte sowie Kira Hamacher, Sara Ghahremani, Eylin Grave, Mara Rösgen, Haroon Farzan, Leon Mertens und Thorsten Altefrohne

 

12. September 2022 | |

 
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