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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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Zweiundsiebzig Jahre in neunzig Minuten

 

Die Jugendlichen, die im Sommer 2020 und 2021 am CRBK – und nicht nur bei uns – eingeschult wurden, haben es wahrlich nicht leicht. Von allen Erschwernissen des Schulalltags abgesehen, konnten und können sie keine Klassen- und Studienfahrten erleben. Ob sich das 2022 ändern wird?

Und in den vergangenen Jahren? Wir waren in Barcelona, in der Toskana, in Straßburg sowie in Berlin, Hamburg, Nürnberg und Weimar, um nur die wichtigsten Ziele zu nennen. In diesem Schuljahr sind lediglich eintägige Veranstaltung möglich, wie der Besuch im Phantasialand in Brühl, im Kletterpark oder im Kölner Schokoladenmuseum (wir berichteten).

Für die politisch interessierten Klassen, wie die Ober- und Mittelstufe der Informationstechnischen Assistenten, IA19A und IA20A, ist auch eine Führung durch das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein lohnendes Ziel und eine willkommene Ergänzung des Unterrichts. Dieser Tag im Museum fand für beide Klassen Ende November in Bonn statt.

Die Führung beginnt immer mit dem Jahr 1945 und der Stunde Null, die für viele keine Stunde Null war, denn es gab auch Immobilien, Geschäfte und Betriebe, die im Krieg nicht zerstört wurden. Am 23. Mai 1949 entstand mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes die Bundesrepublik. Man spricht häufig von den Vätern des Grundgesetzes, der besten Verfassung, die es in Deutschland je gab. Unsere Schüler erfuhren, dass es auch vier Mütter gab – Politikerinnen, die die neue Verfassung mitgeprägt und den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ im Artikel 3 durchgesetzt hatten.

In den 1950er Jahren kamen das Wirtschaftswunder, die Konsumwellen und später der Wohlstand, der unser Leben bis heute prägt. In den Sechzigern – die Studentenproteste und die erste sozialdemokratisch geführte Bundesregierung unter Willy Brandt. Während der Führung durch zweiundsiebzig Jahre deutsche Nachkriegsgeschichte wurde ebenfalls auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen in der DDR eingegangen, wie der Volksaufstand 1953 und der Bau der Berliner Mauer im Sommer 1961.

Neunundzwanzig Jahre später, am 3. Oktober 1990 wird aus zwei deutschen Staaten die „neue“ Bundesrepublik mit 16 Bundesländern und über 80 Millionen Bürgerinnen und Bürgern. Das vorläufig letzte Exponat und Thema der Ausstellung ist ein Rettungsboot und die Flüchtlingskrise des Jahres 2015.

Ein Besuch des ehemaligen Bundeskanzleramtes und des Kanzlerbungalows in Bonn ist in Vorbereitung. Und vielleicht wird man kurz nach den Sommerferien 2022 eine Studienfahrt nach Berlin durchführen können.

Markus Zielasko

09. Januar 2022 | Aktuelles |

 
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