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Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef
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Schul- und Unterrichtsentwicklung bei den Malern und Lackierern aus der Sicht einer Auszubildenden

Zu Anfang meiner Ausbildung, die 2004 begann, stellte ich mir die Frage: Ist das System des selbstständigen Lernens erfolgreich für mich? Denn in einer Gruppe Kundenaufträge zu erhalten und sich, in dieser, selbstständig durch die Lernsituation zu arbeiten stellte ich mir schwierig vor. In der Praxis war diese Art zu lernen dann ganz und gar nicht mehr befremdlich. Zu Unterrichtsbeginn teilte sich die Gruppe den Kundenauftrag auf, konnte diesen mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Fachliteratur bearbeiten, um dann zum Ende des Tages die Ergebnisse zusammenzufügen. Jedes Gruppenmitglied erklärte den anderen Gruppenmitgliedern seine Ausarbeitung, so dass alle sich mit den Lerninhalten vertraut machen konnten. Während dieser Ausarbeitungszeit standen die Lehrkräfte uns jederzeit für Fragen zur Verfügung und leisteten in jeglicher Situation Hilfestellung.
Ziemlich genau zum Ende des zweiten Lehrjahres 2006, kam meine Tochter zur Welt und ich setzte drei Jahre aus. Für mich ging es mit der Ausbildung erst wieder 2009 los, dann allerdings in einem völlig veränderten Klassenraum, der nun mehr Platz bietet, Gymnastikbälle für ausreichenden Sitzkomfort bereit hält und mit Pflanzen, die für Wohlfühlklima sorgen, dekoriert ist. Durch Konzentrationsübungen wie Qi-Gong, eine umgedrehte Sportbank zur Einübung von Präsentationen und einem neuem Lernkonzept, dem so genannten  „Korallenriff“ ist der Unterricht dynamischer geworden. Zudem ist mir aufgefallen, dass ich durch das selbstständige Lernen viel von „damals“ behalten habe, was mir den Neustart erleichtert hat. Meine anfängliche Skepsis war unbegründet und vor allem die Frage nach dem Erfolg kann ich mit einem klaren „Ja!“ beantworten. Dieses Lernsystem ist erfolgreich, und zwar nachhaltig.

08. März 2010 | Aktuelles |

 
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