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Stolperstein-Verlegung in Hennef

 

Am 8. September 2021 besuchte die Klasse GT19A eine Gedenkveranstaltung in Form einer Verlegung mehrerer „Stolpersteine“ im Talweg 6 und in der Bergstraße 22a in Hennef-Geistingen. An dem Tag wurden insgesamt 20 Stolpersteine in Hennef im Namen des Ökumenekreises der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Hennef verlegt. Der Kölner Künstler des weltweit größten dezentralen Mahnmals „Stolpersteine“, Gunter Demnig, hat diese Art des Gedenkens 1992 initiiert. Seitdem werden sie europaweit verlegt.

Pfarrerin Antje Bertenrath hat uns sehr herzlich begrüßt und wir konnten Zeugen sein, wie diese kleinen quadratischen Messingtafeln vor ihren letzten Wohnorten in den Boden verlegt wurden. Sie erinnern an die jüdischen BürgerInnen, die vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten im gesellschaftlichen und sozialen Leben der Stadt Hennef gut integriert waren und dann entrechtet, verschleppt und ermordet wurden. Der Bürgermeister Mario Dahm und Mitglieder des Ökumenekreises verlasen die Inschriften der Steine, d.h. die Namen und Lebensdaten und ein paar biografische Eckdaten. Am Ende wurden um jeden Stolperstein Blütenblätter verstreut und ein Vertreter der jüdischen Gemeinde Bonn, Roman Kovar, sprach ein Totengebet auf Hebräisch. Im Anschluss daran haben wir den jüdischen Friedhof von Geistingen besucht. Das war insofern interessant, als dass dieser sich von den christlichen Friedhöfen unterscheidet. Unsere Religionslehrerin und Schulpfarrerin Frau Zoske hat uns über mehrere Merkmale und Traditionen in Bezug auf einen jüdischen Friedhof aufgeklärt, die auch Roman Kovar zuvor bei der Verlegung erläutert hatte.

Nick Ries, GT19A

03. Oktober 2021 | Aktuelles |